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Hallo liebe Pfeifenfreunde

Mein Name ist Eckhard Stöhr, ich bin Baujahr 1954, und lebe in Hamberge, einem kleinen Ort in der Nähe der schönen Hansestadt Lübeck.

Zum Pfeifenbau kam ich Ende der achtziger Jahre durch einen Freund. Er überließ mir einen Katalog der DANSKE PIBE (heute DAN PIPE), in dem ich beim Stöbern vorgefertigte Kanteln entdeckte.
Also, wurde der nächste freie Tag genutzt nach Curslack zu fahren, um das Geschäft der DANSKE PIBE zu besuchen - am gleichen Tag war ich Besitzer einiger vorgebohrter, mit einem Mundstück versehener Kanteln.
Zu Hause angekommen stand ich jetzt vor einem großen Problem: wie jetzt eine Pfeife daraus bauen, mit welchen Mitteln, mit welchem Werkzeug??? Nach langem Experimentieren entstand am Ende doch meine erste Selbstgebaute. Schnell war es reizlos vorgefertigte Hölzer zu verarbeiten. Beim nächsten Einkauf mussten also die ersten Plateaukanteln und Mundstücksrohlinge dran glauben. Eine Sucht war geboren!!! Ein Hobby, das mich bis heute fesselt.

Im Laufe der letzten 18 Jahre sammelte ich meine Erfahrungen, schaffte mir Maschinen und Werkzeuge an. Experimentieren, Ausprobieren und Versuchen ließen die Stücke immer ansehnlicher werden.

Seit ca. zwölf Jahren beziehe ich meine Materialien bei Thorkild Midtgaard, einem inzwischen zum Freund gewordenen Dänen mit Heimatadresse Kolding ( www.shop.hermanns.dk ). Hölzer kaufe ich nur die, die mir gefallen, egal welches Herkunftsland, sie müssen nur gut sein. In der Regel auch nur kleine Mengen, diese aber handselektiert.

Bis vor einigen Jahren waren die von mir gebauten Pfeifen, mit wenigen Ausnahmen, Filterpfeifen, die zum größten Teil mit Acrylmundstücken versehen waren. Heute ist das Verhältnis umgekehrt. Filterlose Pfeifen sind grundsätzlich mit handgefertigten, aus Stangenmaterial geschnittenen, Mundstücken versehen. Hierfür verwende ich Ebonit und Cumberland, in Ausnahmefällen auch Acryl. Für Applikationen bevorzuge ich Horn, Silber und interessant gemaserte Hölzer.

Bei der Formgebung der Pfeifen lege ich mich nicht fest. Die Maserung und das Auge entscheiden letztendlich, was aus dem Kantel herauszuholen ist. Zwangsläufig entsteht somit eine größere Auswahl verschiedener Shapes. Bestimmte Vorstellungen einer Form umzusetzen, bedeutet auch immer die Suche nach dem richtigen Stück Holz. Sehr viel Wert lege ich auf saubere Oberfläche, Symmetrie, Maserung und sauberen und genauen Sitz der Bohrungen. In jeder Pfeife steckt aber auch ein wenig Herzblut und Leidenschaft.

Abschließend wünsche ich mir, dass bei der Diskussion über Rauchverbot und Nichtraucherschutz Kompromisse gefunden werden, und das Entmündigen und die Einschränkungen persönlicher Freiheiten endlich ein Ende finden.

In diesem Sinne einen rauchigen Gruß an alle Pfeifenraucher
ES